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Juni 2007


Na also, EMI, geht doch…

…kaum vertickt man online Musik ohne DRM und mit hohen Bitraten, nehmen die Verkaufszahlen zu. Und schön, dass es so ist, da mag ich gar nicht groß damit anfangen, dass man darauf auch schon vor ein paar Jahren hätte kommen können.

Von daher, viel Glück beim Vorreiter sein, und mögt ihr ein Schmerz im Arsch der DRM-Konkurrenz werden. Wenn allein der Pink-Floyd-Klassiker „Dark Side of the Moon“ eben mal 350% höheren Absatz in der DRM-freien Version verzeichnet, läßt sich das doch sehr überzeugend an.

(Ach, das mit der Mailadresse und den Wasserzeichen… auch nochmal drüber schlafen, bitte. Danke.)

Blur-Drummer: Die Schlacht der Labels war schon vor 10 Jahren verloren

„Wenn man die Uhr zurückdrehen könnte, als das alles noch am Horizont auftauchte, wäre die zentrale Erkenntnis, die vonnöten gewesen wäre die gewesen, dass der Krieg schon längst verloren ist“,

Zitat von Dave Rowntree, Drummer der Britpop-Combo Blur. Seit fünf Jahren bekniee er sein Label EMI, endlich die Kurve zu kriegen und sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen, damit am Ende wieder ein Plus und kein Minus stehe.

„Ich sagte das der EMI vor fünf Jahren … und dass eins der Majors wegen dieser Geschichte zusammenbrechen würde, und sie sagten ‚Wir haben alles im Griff‘.“

Das letzte Blur-Album leckte noch vor Release ins Netz, erinnerte Out-Law, woraufhin Rowntree korrigierte, ein Sturzbach wäre der angemessenere Begriff dafür gewesen. Im Folgenden sieht er jedoch eben nicht den Prerelease als Problem an, sondern eben die störrische Haltung der Labels, die über Jahre hinweg meinten, die Kunden mit DRM gängeln zu können. Während dieser Zeit hätten sie nie bemerkt, dass sie sämtlichen Kredit und guten Willen bei ihrem Publikum verspielten.

Nach zehn Jahren kämpfen demnach die Labels – nach Aussage eines auch im Mainstream sehr erfolgreichen Musikers – immer noch den Kampf von 1997. Traurig.

Wenn man Probleme hat…

…sollte man sich helfen lassen. Wenn die Probleme persönlicher Art sind, dann geht man zu den passenden Beratungsstellen. Wenn ein Unternehmen Probleme hat, geht es zu den einschlägigen Consultants. Wenn ein uneinsichtiges Unternehmen Probleme hat, dann passiert in der Regel gar nichts, da die Berge selten zum Propheten stiefeln. Die Musikindustrie hingegen setzt mal wieder neue Maßstäbe. Bei der klopfen die Consultants bereits an und machen drauf aufmerksam, dass seit einiger Zeit was gewaltig schiefläuft. Beispiel?

„Die Musikindustrie verschenkt das gigantische Potenzial eines effektiven Kundenmanagements und der direkten Vertriebs- und Marketingkanäle über das Internet und kriminalisiert die eigenen Kunden“, so Jürgen Schüssler, Geschäftsführer von WICE. Der tatsächliche Effekt der Kampagnen ist, dass die Musikindustrie sich bei ihrer Zielgruppe lächerlich macht, denn all die ‚Kriminellen‘ sind im Kern eines: Musikliebhaber. Anstatt die Interessen der Kunden aufzunehmen und den Kundennutzen zu mehren, werden Innovationen bekämpft. „Wir haben es hier mit einem klassischen Beispiel von Ignoranz gegenüber dem Kunden zu tun. Deswegen muss sich die Musikindustrie auch nicht wundern, wenn Umsätze wegbrechen“, erklärt Schüssler die Konsequenzen mangelnder Kundenzentrierung.

Hey, wenn ihr schon nicht auf die Kunden hört… vielleicht ein halbes Ohr für die Marketingmenschen?

Danke im Voraus.