Musik ist viel zu teuer!

Wir müssen die Preise drastisch senken, nicht nur um 10 oder 20 Cent.
Michael Huchthausen, Vizepräsident des Gesamtverbands deutscher Musikfachgeschäfte

Seit Jahren klagt die Musikindustrie über sinkende Umsätze, kriminelle Kopierer und ausbleibende Kundschaft. Mit immer höheren Abgaben und immer schärferen Gesetzen geht sie gegen uns vor und wundert sich anschließend, dass die Kassen nicht klingeln. Es reicht jetzt!

Das muss sich ändern:

  • Online Musik muss billiger werden!

    Ein Album kostet online soviel wie eine CD im Laden, für das gleiche Geld kriegt man ein schlechteres Produkt. Keine Preissenkung, keine Käufer.
  • Digitale Musik muss überall laufen!

    Wir wollen, dass jeder Song aus jedem Shop in jedem Player und auf jedem Rechner läuft. Das notwendige Format existiert bereits und heißt mp3.
  • Kopierschutz muss abgeschafft werden!

    Beendet die Kundenkriminalisierung. Kopierer sind Käufer, Kopien sind Werbung.

News:

Völkermordkopierer

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Das dürfte hiermit behoben sein. An sich wundert die Ergebnislosigkeit, weil Völkermordkopierer eine notwendige Steigerung von Raubkopierer wäre. Unser Unrechtsbewusstsein steigerte sich nicht wie erwünscht, obwohl wir in pathetischen Kampagnen zu Kapitalverbrechern abgestempelt wurden. Es ist deshalb damit zu rechnen, dass wir in noch pathetischeren Kampagnen zu noch schlimmeren Kapitalverbrechern gemacht werden. 😉

EU fragt zu Online-Medien und DRM

Lesenswert: ein heise-Artikel und der PDF-Fragebogen dazu. Die EU will die Geschäfte mit Online-Medien fördern und fragt dazu allerlei Kram zu DRM, den Verlusten durch Filesharing und viel anderen Kram, anstatt dass sie sich einfach die Pornoindustrie anguckt und sich überlegt, warum da mit billigem, drm-freien Content seit Jahren gutes Geld verdient wird.
Contentanbieter können den Fragebogen ausfüllen und an avpolicy [at] ec.europa.eu schicken. Dass es sowas wie „Creative Commons“ gibt, ist der Kommission dem Fragebogen nach noch nicht bekannt. Abhelfen?

Wir haben bezahlt jetzt auch bei MySpace!

Man kann bezüglich Geschwindigkeit, Benutzbarkeit und Niveau sicherlich
darüber streiten, aber klar ist, dass MySpace.com derzeit den Ton angibt wenn es um neue innovative Werbeformen für Musiker geht. Deshalb sind wir auch den Schritt gegangen und ab sofort mit unserer eigenen Myspace-Seite dabei. Wir sehen uns als Kampagne FÜR Musiknutzer und Musiker und bitten Bands und Musiknutzer, die unser Anliegen unterstützen uns dort als ‚Freund‘ zu adden.

Kampagnen T-Shirts ab sofort erhältlich

Bereits am ersten Tag von „Wir haben bezahlt!“ gab es etliche Anfragen nach T-Shirts. Hier sind nun die ersten. Wir haben uns als Shop für Spreadshirt entschieden, weil die aus eigener Erfahrung gute Ware zuverlässig liefert. Wir haben auf jedes Shirt 1 Euro aufgeschlagen. Damit würden wir gerne Kosten wie Briefporto usw. abfangen (nein, durch Verkäufe von T-Shirts kann man nicht reich werden 😉 )
Wenn 10 Shirts verkauft sind gibt es mehr Motive. Für Anregungen, Kritik und gutgemeinte Ratschläge sind wir immer sehr dankbar *g*. Einfach mailen. Und vielen Dank im Voraus und an dieser Stelle.

Erster Dank nach 40 Stunden Aktion

Noch keine zwei Tage nach ihrem Start ist „Wir haben bezahlt“ auf Platz 9 der deutschen Blogcharts und vermeldet über 600 Unterzeichnungen. Wir sind wirklich begeistert – vielen Dank an alle Unterstützer, die die Aktion diskutiert, verlinkt, gebloggt und geyiggt haben.
In den ersten Tickern sind wir auch schon gelandet – es kann nur größer werden 🙂

Lob und Kritik I: mp3 vs. .ogg

Die erste Kritik schlug nun schon einige Male bei uns auf: warum wir mp3 so herausheben und auf das freie Format Ogg nicht näher eingehen. Ogg ist eine wunderbare Sache, der man die Weiterverbreitung nur wünschen kann. Wir kennen durchaus die Gründe für Ogg und gegen mp3, uns geht es hier aber um etwas anderes – um das Geld, das Fans für Musik und ihre Rechte an ihr bezahlen und für das sie mmer weniger erhalten. Wir wollen alle ansprechen, die das Problem angeht. Und ein großer Teil der Opfer der ganzen Entrechtungsmaßnahmen weiß nicht mal, dass es Ogg gibt. Eins nach dem anderen – und wenn über die Aktion dann einige Leute überhaupt mal anfangen, sich über DRM und offene Formate Gedanken zu machen, ist das ein erster Schritt – den die meisten, die es angeht, aber erst mal machen müssen.

Die „Zeit“ über kriminalisierte Kunden

„Man muss versuchen, den Verbrauchern die Gesetze zu vermitteln, dazu müssen diese aber auch fair und ausgeglichen sein.“ Und fair sei der Musikhandel heute bei weitem nicht…

…schreibt es in der ZEIT. Über den Anlaß berichteten wir schon in den gulli:news. Der vzbv fordert dazu auf,

ein verbraucherfreundlicheres Urheberrecht zu fordern, das den Normalnutzer nicht kriminalisiert.

Übrigens gibt es durchaus den einen oder anderen fairen Musikshop. Man muss grade nur noch sehr suchen.

Wir haben bezahlt! – die Kampagne startet

Heute startet gulli.com die Kampagne „Wir haben bezahlt!“ – für günstige Onlinemusik, gegen Kopierschutz und dafür, dass wir – ganz gegen den aktuellen Trend – für unser Geld zur Abwechslung auch etwas bekommen.

Die Gegner sind ausgemacht, Helfer und Unterstützer brauchen wir noch so zahlreich wie möglich. Fakten und Informationen, Slogans, Banner und Buttons und nicht zuletzt Mitstreiter, die die Botschaft ins Netz tragen, sind herzlich eingeladen. Und natürlich freuen wir uns über zahlreiche Unterzeichner unserer Petition.

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