„Wenn man die Uhr zurückdrehen könnte, als das alles noch am Horizont auftauchte, wäre die zentrale Erkenntnis, die vonnöten gewesen wäre die gewesen, dass der Krieg schon längst verloren ist“,

Zitat von Dave Rowntree, Drummer der Britpop-Combo Blur. Seit fünf Jahren bekniee er sein Label EMI, endlich die Kurve zu kriegen und sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen, damit am Ende wieder ein Plus und kein Minus stehe.

„Ich sagte das der EMI vor fünf Jahren … und dass eins der Majors wegen dieser Geschichte zusammenbrechen würde, und sie sagten ‚Wir haben alles im Griff‘.“

Das letzte Blur-Album leckte noch vor Release ins Netz, erinnerte Out-Law, woraufhin Rowntree korrigierte, ein Sturzbach wäre der angemessenere Begriff dafür gewesen. Im Folgenden sieht er jedoch eben nicht den Prerelease als Problem an, sondern eben die störrische Haltung der Labels, die über Jahre hinweg meinten, die Kunden mit DRM gängeln zu können. Während dieser Zeit hätten sie nie bemerkt, dass sie sämtlichen Kredit und guten Willen bei ihrem Publikum verspielten.

Nach zehn Jahren kämpfen demnach die Labels – nach Aussage eines auch im Mainstream sehr erfolgreichen Musikers – immer noch den Kampf von 1997. Traurig.